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„Das ist nicht das, was wir erreichen wollen“: Zuckerberg weist Vorwürfe zurück, Facebook und Instagram seien süchtig machend

„Das ist nicht das, was wir erreichen wollen“: Zuckerberg weist Vorwürfe zurück, Facebook und Instagram seien süchtig machend
FotoField / Shutterstock.com

Mark Zuckerberg wies während einer im Prozess in New Mexico gezeigten Aussage Vorwürfe zurück, Facebook und Instagram seien absichtlich süchtig machend gestaltet worden.

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Meta-CEO Mark Zuckerberg hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach Facebook und Instagram absichtlich so gestaltet worden seien, dass sie süchtig machen. Die Aussage erfolgte im Zuge eines viel beachteten Prozesses in den USA über die Auswirkungen sozialer Medien auf junge Nutzer.

Geschworene im Bundesstaat New Mexico sahen in dieser Woche eine aufgezeichnete Zeugenaussage, in der Zuckerberg zu internen Untersuchungen und Nutzerfeedback über die Auswirkungen sozialer Medien auf Teenager befragt wurde.

Die Klage, eingereicht vom Generalstaatsanwalt von New Mexico, wirft Meta vor, gegen Verbraucherschutzgesetze verstoßen zu haben, indem das Unternehmen angeblich bekannte Risiken sozialer Medien — darunter Suchtverhalten und sexuelle Ausbeutung von Kindern auf seinen Plattformen — nicht offengelegt habe.

Staatsanwälte hinterfragen Metas interne Forschung

Während der Befragung legten die Staatsanwälte interne Mitteilungen und Nutzernachrichten vor, die bis ins Jahr 2008 zurückreichen und Bedenken über problematische oder süchtig machende Nutzung der Plattformen äußerten.

„In den vergangenen 15 Jahren haben Nutzer Ihrer Produkte Ihrem Unternehmen und Ihnen persönlich wiederholt gesagt, dass sie die Produkte als süchtig machend empfinden“, sagte der Staatsanwalt Previn Warren während der Befragung.

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Zuckerberg widersprach dieser Darstellung.

„Ich denke, Menschen verwenden dieses Wort manchmal umgangssprachlich“, sagte er. „Das ist nicht das, was wir mit unseren Produkten erreichen wollen, und so funktionieren sie meiner Ansicht nach auch nicht.“

Er fügte hinzu, das Ziel von Meta sei es, zu verstehen, wie Menschen seine Dienste nutzen, um sie verbessern zu können.

Fokus auf Engagement und Nutzungsdauer

Während der Befragung räumte Zuckerberg ein, dass Meta früher verfolgte, wie lange Nutzer — einschließlich Teenager — auf den Plattformen verbrachten, und dies als wichtige Kennzahl für Engagement betrachtete.

„Ja, ich denke, wir haben die verbrachte Zeit als eines der wichtigsten Engagement-Ziele betrachtet“, sagte er.

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Er ergänzte, dass das Unternehmen etwa ab 2017 begonnen habe, sich von dieser Kennzahl zu entfernen und sich stärker auf andere Indikatoren für die Nutzererfahrung zu konzentrieren.

Debatte über Instagram-Funktionen

In der Aussage wurde auch Zuckerbergs Rolle bei der Entscheidung untersucht, ein vorübergehendes Instagram-Verbot für kosmetische Filter aufzuheben, die das Aussehen von Nutzern verändern.

Kritiker hatten argumentiert, solche Filter könnten ungesunde Schönheitsideale fördern oder das Interesse an plastischer Chirurgie steigern.

Zuckerberg erklärte, er sei vorsichtig damit, Werkzeuge einzuschränken, mit denen Menschen sich ausdrücken.

„Es ist mir sehr wichtig, nicht gegen die Möglichkeiten vorzugehen, mit denen Menschen sich ausdrücken können“, sagte er und fügte hinzu, dass ihn einzelne Beispiele, die Filter mit Schaden in Verbindung bringen, nicht ausreichend überzeugt hätten, um ein Verbot zu rechtfertigen.

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Ein Verfahren mit weitreichenden Folgen

Der Prozess in New Mexico ist einer von mehreren hochkarätigen Fällen, die die Auswirkungen sozialer Medien auf Kinder untersuchen.

Meta verbietet Kindern unter 13 Jahren die Nutzung seiner Plattformen, auch wenn jüngere Nutzer diese Beschränkungen gelegentlich umgehen.

Das Ergebnis des Verfahrens in New Mexico sowie eines separaten Prozesses in Los Angeles könnte Tausende ähnlicher Klagen gegen Social-Media-Unternehmen beeinflussen.

Zuckerberg wurde zuvor bereits im US-Kongress zur Sicherheit von Jugendlichen auf Metas Plattformen befragt. Während einer Anhörung im Jahr 2024 entschuldigte er sich bei Familien, die glauben, dass soziale Medien zu Tragödien beigetragen haben, die ihre Kinder betreffen — ohne jedoch eine direkte Verantwortung zu übernehmen.

Quelle: Associated Press

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