Australien hat sich im Rahmen eines lange erwarteten Handelsabkommens mit der Europäischen Union darauf geeinigt,
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Australien hat sich im Rahmen eines lange erwarteten Handelsabkommens mit der Europäischen Union darauf geeinigt, eine seiner umstrittensten Autosteuern zu lockern.
Die Maßnahme schafft die Abgabe nicht ab, signalisiert jedoch einen politischen Kurswechsel.
Die von Drive berichteten Änderungen dürften die Preise einiger hochpreisiger Elektrofahrzeuge beeinflussen, während eine wichtige Einnahmequelle des Staates erhalten bleibt.
Eine Steuer bleibt bestehen
Die Luxussteuer auf Autos in Australien, die seit langem von Herstellern kritisiert wird, bleibt bestehen, obwohl erwartet worden war, dass sie im Zuge des Abkommens abgeschafft werden könnte.
Die Regierung wird jedoch die Preisgrenze für Elektrofahrzeuge von 91.387 auf 120.000 US-Dollar anheben.
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Die Steuer von 33 Prozent auf den Betrag über der Grenze bringt jährlich rund 1,1 Milliarden US-Dollar ein, weshalb eine vollständige Abschaffung unwahrscheinlich ist.
Sonderregel für Elektrofahrzeuge
Unter den neuen Regelungen werden weniger Elektrofahrzeuge in die Steuer fallen. Schätzungen von Drive zufolge wird die Zahl der betroffenen Modelle deutlich sinken.
Für Fahrzeuge, die weiterhin über der neuen Grenze liegen, wird eine Preisreduzierung von etwa 8.500 US-Dollar erwartet.
Zudem wird eine neue Kategorie für „Null-Emissions-Fahrzeuge“ eingeführt, während bestehende Schwellenwerte für effiziente und konventionelle Fahrzeuge unverändert bleiben.
Druck durch Handelsabkommen
Die Änderungen sind Teil eines umfassenderen Freihandelsabkommens zwischen Australien und der Europäischen Union, unterzeichnet von Premierminister Anthony Albanese und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
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Das Abkommen sieht auch die Abschaffung eines Importzolls von 5 Prozent auf in Europa hergestellte Fahrzeuge vor.
Laut Drive wurde die Steuer als Verhandlungsinstrument genutzt, insbesondere um besseren Zugang für australische Agrarprodukte zum europäischen Markt zu sichern.
Weitere Auswirkungen
Die höhere Preisgrenze könnte neuen Elektrofahrzeugen auf dem australischen Markt zugutekommen, insbesondere solchen, die zuvor nahe an der Steuergrenze lagen.
Unklar bleibt die Zukunft weiterer Anreize, etwa steuerliche Vorteile bei Gehaltsumwandlungsmodellen.
Die 1999 eingeführte Luxussteuer wird inzwischen zunehmend auch auf höher ausgestattete Familienfahrzeuge angewendet und nicht nur auf klassische Luxusmarken.
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Quellen: Drive, Regierungsangaben