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Putin plant, auf die Altersvorsorge von 37 Millionen Russen zuzugreifen, um seinen Krieg zu finanzieren

Putin plant, auf die Altersvorsorge von 37 Millionen Russen zuzugreifen, um seinen Krieg zu finanzieren
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Russland sucht nach neuen Wegen, seine Wirtschaft zu stützen.

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Da Sanktionen den Zugang zu externer Finanzierung einschränken und die Militärausgaben weiter steigen, erhöht sich der Druck auf die inländischen Ressourcen.

Nun scheint sich die Aufmerksamkeit den Ersparnissen der normalen Bürger zuzuwenden.

Pensionsfonds im Visier

Laut der Kyiv Post, zitiert von Digi24, bereitet der Kreml einen Plan vor, um Gelder aus russischen Pensionsfonds in staatlich kontrollierte Investitionsprogramme umzuleiten.

Der Vorschlag könnte etwa 3 Billionen Rubel (etwa 37 Milliarden Dollar) betreffen, die von etwa 37 Millionen Russen gehalten werden, die keine privaten Fondsmanager ausgewählt haben.

Dem Plan zufolge würden die Gelder in nichtstaatliche Pensionsfonds transferiert und in Infrastruktur- und andere staatlich unterstützte Projekte investiert.

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Erinnerungen an die Vergangenheit

Der Schritt ähnelt früheren Maßnahmen, die nach der Annexion der Krim durch Russland im Jahr 2014 ergriffen wurden.

Damals fror die Regierung den finanzierten Teil der Renten ein und leitete die Beiträge zur Deckung der laufenden Staatsausgaben um, eine Politik, die zunächst als vorübergehend bezeichnet wurde, aber Jahre später immer noch in Kraft ist.

Analysten warnen, dass der neue Vorschlag das Vertrauen in das Rentensystem weiter schwächen könnte.

Druck auf Eliten

Gleichzeitig erhöhen die Beamten Berichten zufolge den finanziellen Druck auf Unternehmen und wohlhabende Einzelpersonen.

Der ukrainische Geheimdienst behauptet, der Kreml habe die Steuerdurchsetzung verschärft, Vorauszahlungen für die Mehrwertsteuer eingeführt und die Kontrolle über Importe und Bargeldtransaktionen verstärkt.

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Berichte deuten auch darauf hin, dass Präsident Wladimir Putin Treffen mit Oligarchen abgehalten hat und sie aufforderte, mehr zum Krieg beizutragen.

Problematische Programme

Auch die Bemühungen, freiwillige Investitionen anzuziehen, sind gescheitert.

Ein langfristiges Sparprogramm, das 2024 gestartet wurde, brachte in zwei Jahren etwa 717 Milliarden Rubel (8,8 Milliarden Dollar) von rund 10 Millionen Teilnehmern ein, weit weniger als erwartet.

Das Defizit hat den Bedarf der Regierung an alternativen Finanzierungsquellen erhöht.

Quellen: Kyiv Post, Digi24.

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