Startseite Krieg Russland veröffentlicht „Zielliste“ mit mehreren EU-Standorten

Russland veröffentlicht „Zielliste“ mit mehreren EU-Standorten

Vladimir Putin, Shahed Drones
Alexey Smyshlyaev / Shutterstock.com

Russlands Vormarsch in der Ukraine hat sich stark verlangsamt.

Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass Kiew im März rund 50 Kilometer Territorium zurückerobern konnte, doch trotz Rückschlägen auf dem Schlachtfeld gibt es kaum Anzeichen dafür, dass Moskau nachgibt.

Stattdessen scheinen sich die Spannungen weit über die Frontlinien hinaus zu verschärfen.

Zielliste

Das russische Verteidigungsministerium hat laut Meduza, zitiert von United24media, eine Liste von Unternehmen in ganz Europa und darüber hinaus veröffentlicht, die angeblich an der Produktion von Drohnen für die Ukraine beteiligt sind.

Die Liste umfasst Standorte in Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Dänemark, Lettland, Italien und der Tschechischen Republik.

Moskau hat diese Einrichtungen als potenzielle militärische Ziele eingestuft.

Genannte Standorte

Das Dokument identifiziert mehr als 20 Standorte, darunter auch solche, die es als Niederlassungen ukrainischer Unternehmen in Städten wie London, München, Riga und Prag bezeichnet.

Zusätzliche Firmen in Madrid, Venedig und Haifa wurden ebenfalls als Hersteller von Komponenten für das ukrainische Militär aufgeführt.

Russische Beamte erklärten, das Ziel sei es, die europäischen Bürger über die ihrer Meinung nach mit solchen Einrichtungen verbundenen Sicherheitsrisiken zu informieren.

Eskalierende Rhetorik

Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, sagte, die Liste „stellt eine Liste potenzieller Ziele für die Streitkräfte Russlands dar.“

Er fügte hinzu, dass jegliche Maßnahmen von zukünftigen Entwicklungen abhängen würden, und forderte die europäischen Länder auf, „ruhig zu schlafen.“

Die Äußerungen markieren eine weitere Eskalation der Rhetorik bezüglich der westlichen Unterstützung für die Ukraine.

Quellen: Meduza, Russisches Verteidigungsministerium, United24media.