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Nach Iran richtet Trump offenbar den Blick auf weitere Regierungen

Donald Trump
The White House / Wiki Commons

In Washington werden neue Fragen zu einer möglichen breiteren geopolitischen Strategie laut, während sich internationale Spannungen verschieben. Neue Berichte deuten darauf hin, dass politische Entscheidungsträger mehrere internationale Beziehungen stillschweigend neu bewerten könnten.

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Im Weißen Haus richtet sich die Aufmerksamkeit nun darauf, was auf die jüngste Konfrontation mit dem Iran folgen könnte. Eines der deutlichsten Anzeichen dafür ist laut der lettischen Zeitung Latvijas Avīze ein erneuter Fokus auf Kuba – und darauf, wie weit Washington bereit ist zu gehen.

US-Regierungsvertreter beschreiben die Situation jedoch unterschiedlich. Je nachdem, wer spricht, wirkt sie wie eine Mischung aus Druck, Verhandlungen und einem Test, ob eine geschwächte Regierung zu Zugeständnissen bewegt werden kann.

Kuba rückt stärker in den Fokus

Das Magazin The Atlantic berichtet, dass Donald Trump zunehmend Kuba ins Visier nimmt. Demnach habe er offen darüber gesprochen, dort Veränderungen sehen zu wollen, während er die wirtschaftliche Krise der Insel als Beleg dafür darstellt, dass das derzeitige System an Rückhalt verliert.

Die Diskussion findet jedoch nicht im luftleeren Raum statt. Trump verschärfte während seiner ersten Amtszeit die Kuba-Politik, und neue Maßnahmen würden einen der am längsten andauernden Konflikte der US-Außenpolitik erneut aufleben lassen.

Das Magazin berichtet außerdem, dass Außenminister Marco Rubio Gespräche mit kubanischen Beamten oder Vermittlern über eine mögliche Vereinbarung geführt habe. In der vergangenen Woche sagte Rubio:

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„Der Status quo in Kuba ist inakzeptabel. Kuba braucht Veränderung.“

Druck – aber auch Risiken

Das Argument für stärkeren Druck birgt allerdings klare Risiken. Analysten warnen seit Langem, dass tiefgreifende politische Instabilität in Kuba große Zahlen von Menschen in Richtung der Vereinigten Staaten treiben könnte – und damit eine neue migrationspolitische Herausforderung für die US-Behörden schaffen würde.

Ein weiteres Hindernis liegt innerhalb Kubas selbst. The Atlantic stellt fest, dass es nach Jahrzehnten strenger Kontrolle kaum sichtbare organisierte Opposition gibt, die die Macht übernehmen könnte, falls das System plötzlich geschwächt würde.

Deshalb halten einige Personen im Umfeld der Regierung offenbar eine ausgehandelte Lösung für realistischer als einen klaren demokratischen Übergang.

Latvijas Avīze beschreibt diese Möglichkeit eher als einen gesteuerten Machtwechsel denn als einen vollständigen Bruch mit der bestehenden Ordnung.

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Auch Venezuela spielt im Hintergrund dieser Diskussionen eine Rolle. Laut der lettischen Zeitung sehen einige Beamte regionalen Druck als Teil einer breiteren Strategie, um Washington gegenüber feindlich eingestellte Regierungen unter Druck zu setzen – statt sie über Nacht zu stürzen.

Iran bleibt ebenfalls Teil dieses Gesamtbildes. Der ABC-News-Journalist Jonathan Karl berichtete, dass Trump behauptete, Teheran habe Attentatsversuche gegen ihn vorbereitet, und sagte:

„Ich war schneller als er.“

CBS News berichtete zudem, dass Rubio erklärte, die US-Operation habe sich gegen militärische Ziele gerichtet – nicht gegen die Tötung eines bestimmten politischen Führers.

Quellen: Latvijas Avīze, The Atlantic, ABC News, CBS News.

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