Zwei Teenager fanden einen Diamanten im Wert von 44,7 Millionen Kronen – erhielten aber nur einen Bruchteil

Amalie L.

19 Stunden vor

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03/04/2025
Welt
Symbolfoto: Shutterstock
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Im Jahr 2017 erregte der Fund eines 709-Karat-Diamanten in Sierra Leone internationales Aufsehen.

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Doch erst sieben Jahre später teilte die BBC die Geschichte von zwei Teenagern, die diesen unbezahlbaren Edelstein entdeckten – und dennoch überraschenderweise nur einen Bruchteil des Reichtums erhielten, den er einbrachte.

Das berichtet Ouest-france.

Bei einer Auktion in New York wurde der Diamant, der zu den 13 größten der Welt zählt, für 6,53 Millionen US-Dollar (ca. 44,7 Millionen norwegische Kronen, Anm. d. Red.) an den britischen Juwelier und Milliardär Laurence Graff verkauft.

Trotz optimistischer Aussagen, dass der Verkauf der Bevölkerung von Sierra Leone zugutekommen würde, bleibt für die jungen Entdecker, Komba Johnbull und Andrew Saffea, eine bittersüße Erfahrung zurück.

Die beiden damals 16-Jährigen, die als sogenannte „Gräber“ in einer Mine arbeiteten, entdeckten den Diamanten in Koyadu.

Ohne Gehalt, aber mit Lebensmitteln und Sachwerten für ihre Familien, war ihr Leben von harter Arbeit geprägt. Der Diamantenfund sollte ein Wendepunkt in ihrem Leben werden.

Pastor Momoh, der Besitzer der Mine, entschied sich, den Diamanten den Behörden zu übergeben anstatt ihn auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Die daraus resultierende Vereinbarung sah eine Aufteilung der Einnahmen vor, bei der die beiden Teenager jeweils rund 67.000 Euro (500.000 Kronen, Anm. d. Red.) erhielten – ein Vermögen in einem Land, in dem das Durchschnittseinkommen bei etwa fünf US-Dollar (ca. 34 Kronen) pro Tag liegt.

Komba Johnbull investierte sein Geld in ein Haus in Freetown, während Andrew Saffea davon träumte, in Kanada zu studieren.

Doch ihre Pläne scheiterten, und sie landete in einem anderen Land, wo sie heute in einem Reitstall arbeitet. Komba Johnbull lebt mittlerweile in Freetown und stellt Aluminiumfenster her – er gibt zu, dass er sein Geld besser hätte nutzen können.

Pastor Momoh hingegen hat eine deutliche Verbesserung seiner Lebensumstände erlebt. Er baute eine Schule und spendete beträchtliche Summen an die Gemeinschaft. Auch in Koyadu wurde eine neue Schule errichtet – doch Versprechen hinsichtlich einer besseren Infrastruktur sind bislang unerfüllt geblieben.

Die Geschichte des sogenannten Friedensdiamanten ist eine Erzählung von großen Hoffnungen und zerplatzten Träumen – und davon, wie eine einzige Entdeckung Schicksale verändern kann – zum Guten wie zum Schlechten.