3 von 5 Elektroautos versagen bei extremer Kälte

Amalie L.

15 Wochen vor

|

17/12/2024
Autos
Foto: Shutterstock
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Drei von fünf Elektroautos versagen, wenn die Temperaturen auf extrem kalte Werte sinken.

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Drei von fünf Elektroautos können Temperaturen von bis zu minus 42 Grad Celsius nicht standhalten. So musste beispielsweise der chinesische MG 4 abgeschleppt werden, nachdem er den Test nicht bestanden hatte.

Die Fähigkeit von Elektroautos, unter eisigen Bedingungen zu funktionieren, wird zunehmend relevanter, besonders in der nordischen Region, wo die Wintertemperaturen oft weit unter den Gefrierpunkt fallen.

Dies wurde von Boosted berichtet.

Extrem-Kälte-Test

Im Februar 2023 wurden fünf Elektroautos unter extremen Bedingungen getestet, wobei die Temperaturen auf bis zu minus 42 Grad fielen. Die Ergebnisse zeigten, dass mehrere Modelle in solchen kalten Umgebungen Probleme hatten.

Jedes Jahr führen die norwegische Autofahrerorganisation NAF und Motor.no den weltweit größten Wintertest für Elektroauto-Reichweiten durch. Unter typischen Winterbedingungen (zwischen minus 5 und minus 10 Grad Celsius) verlieren manche Elektroautos über 30 % ihrer Reichweite.

Im Jahr 2023 stellte jedoch das Tesla Model S einen Rekord auf, indem es im Test eine Reichweite von 530 Kilometern erreichte.

Aber wie schneiden Elektroautos unter noch extremeren Bedingungen ab?

Der Gefrier-Test

Um diese Frage zu beantworten, unterzog der norwegische Elektrofahrzeugverband fünf Elektroautos einem Test in einem gigantischen Gefrierschrank, bei dem die Temperaturen auf minus 42 Grad sanken. Getestet wurden die Modelle BMW iX, Kia Niro EV, MG 4, Nissan Ariya und Renault Megane E-Tech.

Vor dem Test wurden die Autos auf 80 % geladen und für 12–14 Stunden in den Gefrierschrank gestellt, mit Zwischenstationen bei minus 25, minus 30 und minus 35 Grad.

Drei der fünf Autos versagten unter diesen extremen Bedingungen:

  • MG 4: Das Auto konnte nach dem Test keine Verbindung zum Schlüssel herstellen und musste aus dem Gefrierschrank abgeschleppt werden.

  • Nissan Ariya: Das Team konnte das Auto zwar starten, doch es schaltete sich nach vier Minuten Aufwärmzeit ab.

  • Kia Niro EV: Das Auto startete, stoppte jedoch nach elf Minuten Aufwärmzeit.

Es ist erwähnenswert, dass selbst Verbrennungsmotoren bei so niedrigen Temperaturen Schwierigkeiten haben. Der Test offenbarte jedoch eine besondere Schwachstelle bei Elektroautos: ihre 12-Volt-Batterien. Dieses Problem beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Modell, sondern stellt laut der Studie ein weit verbreitetes Problem bei extremer Kälte dar.

Reichweite wurde bei minus 42 Grad nicht getestet

Der Test bewertete die Reichweite der Autos unter diesen extremen Bedingungen nicht. Dennoch bleibt der Reichweitenverlust bei kaltem Wetter ein wichtiges Anliegen für Besitzer von Elektroautos.

Unter moderaten Winterbedingungen verlieren viele Elektroautos bereits einen erheblichen Teil ihrer Reichweite.