Volvo gibt zu: Der Verkauf von Elektroautos ist schwieriger als erwartet

Amalie L.

15 Wochen vor

|

17/12/2024
Autos
Foto: Alasdair Jones / Shutterstock.com
Foto: Alasdair Jones / Shutterstock.com
Der Volvo-CEO räumt ein, dass der Weg zu vollständig elektrischen Autos länger dauert als geplant.

JETZT LESEN AUCH ANDERE

Anfang dieses Jahres musste Volvo sein Ziel aufgeben, bis 2030 ausschließlich Elektroautos zu verkaufen. Nun gesteht der CEO der chinesisch geführten Marke, dass sich Elektroautos schwieriger verkaufen lassen als angenommen.

Volvo erkennt an, dass der Übergang zu den ursprünglich erwarteten Verkaufsvolumen von Elektroautos länger dauert als geplant.

Früher hatte Volvo das Ziel, dass das gesamte Verkaufsportfolio bis 2030 ausschließlich aus Elektroautos besteht. Das Unternehmen hat dieses Ziel jedoch angepasst und erwartet nun, dass „90–100 Prozent“ der Verkäufe bis 2030 aus Elektroautos und Plug-in-Hybriden stammen werden.

Ein langsamerer Übergang als erwartet

Volvo-Cars-CEO Jim Rowan erklärte in einem Interview mit Automobilwoche, dass der vollständige Übergang zu Elektrofahrzeugen zeitaufwändiger sei, als vor vier oder fünf Jahren vorhergesagt wurde.

„Es ist klar geworden, dass der Weg zu vollständig elektrischen Autos ein wenig länger dauert, als irgendjemand vor vier oder fünf Jahren gedacht hätte. Das ist in Ordnung“, sagte Rowan.

Er betonte, dass das Interesse an Elektroautos weiterhin groß sei, insbesondere in Ländern, in denen finanzielle Anreize und Unterstützungsprogramme für Käufer verfügbar sind.

Herausforderungen bei Produktion und Preisgestaltung

Rowan wies auf Herausforderungen in Bezug auf die Produktion und Preisgestaltung von Modellen wie dem Volvo EX30 hin. Er erklärte, dass hohe Bußgelder und Produktionskosten den Preis des Fahrzeugs erhöhen werden, bevor es in Europa gefertigt werden kann.

„Der Preis dieses Autos wird steigen. Wir müssen entscheiden, wie viel von dieser Erhöhung die Kunden tragen werden. Je höher der Preis, desto größer der Einfluss auf das Verkaufsvolumen“, erklärte Rowan.

Marktfaktoren und Strategie

Volvos Strategiewechsel spiegelt die Herausforderungen beim Übergang zu Elektroautos wider, die von verschiedenen Faktoren abhängen, wie Marktdynamik, Produktionskosten und der Zahlungsbereitschaft der Kunden für höhere Preise.

Dennoch betonte Rowan, dass Elektroautos weiterhin ein zentraler Bestandteil der langfristigen Produktstrategie von Volvo sind.

Volvo ist nicht allein mit den Schwierigkeiten beim Verkauf von Elektroautos.

Stellantis, die Muttergesellschaft von Fiat und Maserati, kündigte kürzlich verlängerte Produktionsstopps für den elektrischen 500e und andere Modelle aufgrund ähnlicher Herausforderungen bei der Marktnachfrage an.